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Michael Schwarzkopf wird Vorsitzender des Aufsichtsrates der Plansee-Gruppe

Dr. Michael Schwarzkopf, langjähriger Vorstandsvorsitzender der Plansee-Gruppe, ist in den Aufsichtsrat gewechselt. Die bisherigen Vorstandskollegen Bernhard Schretter und Karlheinz Wex führen die Plansee-Gruppe ab sofort zu zweit.

Karlheinz Wex (links) und Bernhard Schretter werden ab sofort die Plansee-Gruppe führen.

 

Schwarzkopf war 27 Jahre lang in operativer Verantwortung für die Plansee-Gruppe tätig, davon 21 Jahre als Vorsitzender des Vorstandes. „Nach meinem Rückzug aus dem Tagesgeschäft werde ich als aktiver Aufsichtsratsvorsitzender vorrangig zwei Themen begleiten – die strategische Weiterentwicklung der Plansee-Gruppe und die kontinuierliche Entwicklung des Top-Managements“, so Schwarzkopf im Rahmen der jährlichen Pressekonferenz in Reutte. Der Wechsel vom Vorstand in den Aufsichtsrat sei langfristig geplant gewesen.

Mit seinen bisherigen Vorstandskollegen Bernhard Schretter und Karlheinz Wex sieht Schwarzkopf die Plansee-Gruppe in guten Händen. „Wir haben über 15 Jahre als Vorstand erfolgreich zusammengearbeitet und beide Herren kennen das Unternehmen aus jahrelanger operativer Verantwortung in- und auswendig“, so Schwarzkopf.

Karlheinz Wex betonte den Erfolgsfaktor finanzielle Unabhängigkeit, verbunden mit der Notwendigkeit, den nachhaltig profitablen Wachstumskurs der Plansee-Gruppe fortzusetzen. Bernhard Schretter verwies auf die Verantwortung der Plansee-Gruppe als Arbeitgeber im Außerfern: „Auch in Zukunft soll Breitenwang/Reutte als größter Produktionsstandort und Hauptsitz der Gruppe eine zentrale Rolle spielen“. Beide Vorstände unterstreichen die Notwendigkeit für kontinuierliche Verbesserung, um im globalen Markt wettbewerbsfähig bestehen zu können und sehen in den Themen Digitalisierung und „Industrie 4.0“ eine große Differenzierungschance für die Plansee-Gruppe.

Schwarzkopf trat 1990 in die Unternehmensgruppe ein. Er führte von 1991 bis 1993 das mexikanische Tochterunternehmen Sintermex, wurde 1993 Mitglied des Vorstands und 1996 Vorsitzender des Vorstands der Plansee-Gruppe. In den letzten 21 Jahren entwickelte sich die Gruppe zu einem weltweit führenden Unternehmen, das sich auf die Hochtechnologie-Werkstoffe Molybdän und Wolfram spezialisiert hat. In diesem Arbeitsgebiet bietet die Plansee-Gruppe über seine Beteiligungen heute die gesamte Wertschöpfungskette, vom Pulver bis zur kundenspezifischen Komponente, an.

Schwarzkopf bezeichnet die getroffenen Portfoliomaßnahmen, um die heutige Weltmarktstellung zu erreichen, als die wichtigsten strategischen Schritte in seiner Zeit als Vorstandsvorsitzender. Dazu zählt er das Hartmetall Joint Venture Ceratizit, die Übernahme des Wolframpulverspezialisten GTP und die Beteiligung am chilenischen Molybdänerz-Verarbeiter Molymet genauso wie den Verkauf des Automobilzulieferers PMG.
„Während wir Mitte der neunziger Jahre nur rund 50 Prozent unseres Umsatzes mit Aktivitäten erzielten, in denen wir weltweit zu den Top 3 Spielern zählten, sind es heute deutlich mehr als 90 Prozent.“

Die Plansee-Gruppe hat von der strategischen Positionierung und der sich rasant beschleunigenden Globalisierung der letzten 15 Jahre profitiert. Betrug der Umsatz des Industrieportfolios 1996 300 Millionen Euro, von denen 80 Prozent in Europa realisiert wurden, so konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2,14 Milliarden Euro erzielt werden, davon 50 Prozent außerhalb Europas. „Und wir gewinnen Jahr für Jahr Marktanteile, und das ist entscheidend“, so Schwarzkopf.

Stolz ist Schwarzkopf auch auf die globale Expansion der Gruppe. Waren Mitte der neunziger Jahre 3.000 Mitarbeiter weltweit an 13 Produktionsstandorten tätig, so sind es inzwischen 12.000 Beschäftigte an mehr als 35 Produktionsstandorten. Und dass Plansee eine Erfolgsstory ist, lässt sich auch an der Eigenkapitalentwicklung messen. Dieses stieg seit seinem Amtsantritt von 100 Millionen Euro (31% Eigenkapitalquote) auf inzwischen 1,2 Milliarden Euro (58% Eigenkapitalquote). Derzeit steht die Gruppe ohne Fremdverschuldung da.