Alles gut gesichert: die Rohstoffversorgung, die Produktion, der Transport zum Kunden, der Liefertermin. Zahlreiche Displayhersteller in Asien verlassen sich auf Sputtertargets von Plansee.

Soll die Transportbox mit Rollen ausgeliefert werden? Und wenn ja, wo sollen die Rollen genau befestigt sein? Lässt sich der Deckel der Transportkiste auf der richtigen Seite aufklappen? So dass das Sputtertarget ohne aufwendige Rangierarbeit direkt aus der Kiste gehievt und in die Beschichtungsanlage eingebaut werden kann?
Zugegeben, es sind Detailfragen, aber zweifelsohne wichtige Details. Details, auf die Plansee Hochleistungswerkstoffe für jeden Displayhersteller die richtige Antwort hat.
Immerhin bringt es eine Transportbox mitsamt ihrem wertvollen Inhalt – flache oder rohrförmige Sputtertargets – auf rund 800 Kilogramm. Und diese Box will sicher um die Welt transportiert werden. Vom Produktionswerk in Reutte zu einem der vier Bondingshops in Asien, wo die Sputtertargets bei einem der zahlreichen Endkunden für die Beschichtung von Displays oder Solarpaneelen verwendet werden. So müssen die Kisten flugtauglich sein, optimiert für das Handling durch Gabelstapler und für das Einbringen in Reinräume geeignet. „Wir nutzen jeden Kundenbesuch, um Anregungen zu bekommen, was wir noch besser machen können oder wo wir den Nutzen und Service für unsere Kunden steigern können“, so Ulrich Lausecker, bei Plansee Hochleistungswerkstoffe für das Sputtertarget-Geschäft verantwortlich.
Oft sind es auch indirekte Signale, die richtig eingeordnet werden wollen. Unmittelbar nachdem Mitte April 2015 die Erde in Chile gebebt hatte, erhielt Lausecker Anrufe besorgter Kunden aus Asien. Ob der Nachschub mit Sputtertargets gesichert sei. Dazu muss man wissen: Plansee bezieht Molybdänpulver für die Fertigung von Sputtertargets vom chilenischen Unternehmen Molymet. Die Minen befinden sich im Norden des lang gestreckten Landes, dort wird auch das Erz zu feinem Metallpulver weiterverarbeitet. Lausecker konnte Entwarnung geben. Zum einen befinden sich zu jedem Zeitpunkt viele Tonnen des wertvollen Metalls auf Containerschiffen Richtung Europa, zum anderen verfügt Plansee über mehrere Lieferanten. Die Kunden Displayindustriewaren beruhigt. Und sie bekamen einmal mehr das Gefühl: Mit Plansee haben sie einen Lieferanten, der die gesamte Lieferkette im Griff hat und genau weiß, welchen Rohstoff er einsetzt. Auch wenn es um Sputtertargets aus Wolfram geht. In diesem Fall kommt der Rohstoff vom Schwesterunternehmen Global Tungsten & Powders. Das Unternehmen fertigt Wolframpulver in den USA.

Die Lieferkette im Griff
Die Herstellung eines Sputtertargets erfolgt in vielen einzelnen Produktionsschritten: Aus Molybdänerz entsteht Molybdäntrioxid, das zu reinem Molybdänpulver weiterverarbeitet wird. Aus diesem Pulver werden Blöcke gepresst, bei hohen Temperaturen gesintert und in mehreren Arbeitsgängen zu Blechen umgeformt. Dazwischen wird das Material immer wieder erwärmt und in chemischen Bädern gründlich gereinigt. Aus den Blechen wird die finale Form des Sputtertargets geschnitten und gefräst. Ähnliches gilt für die Herstellung von rohrförmigen Sputtertargets, die immer stärker nachgefragt werden. Vor den Werkstoren der Kunden in Asien bereitet Plansee die Sputtertargets auf ihren wochen- oder monatelangen Einsatz in den Beschichtungsanlagen vor. Das Sputtertarget wird mittels Indium auf eine Kupferplatte gelötet. Dieses sogenannte Bonding bietet Plansee in China, Japan, Korea und Taiwan an. Und nicht nur das: Sobald das Sputtertarget ausgedient hat, legt der Kunde es zurück in die Transportbox. Um Abholung, Aufbereitung und Wiederverwertung kümmert sich Plansee. Überhaupt, all die Prozesse hinter der Lieferung des Sputtertargets und dessen Abholung werden immer wichtiger. Gemeinsam mit den Kunden erarbeitet Plansee Vorschauen für den künftigen Materialbedarf. Lausecker: „Je besser die Vorschau geplant ist, desto besser können wir auf ungeplante Bedarfe flexibel reagieren.“ Dazu gehört auch, ein dringend benötigtes Sputtertarget innerhalb einer Woche auszuliefern, wenn andernfalls ein Anlagenstillstand droht. Die durchschnittliche Lieferzeit beträgt vier bis fünf Wochen. Doch der Service geht viel weiter: „Unsere Kunden können beispielsweise am Anfang unserer Geschäftsbeziehung die Währung wählen, in der wir fakturieren. Oder, ausgehend von unseren lokalen Bondingshops in China, Korea, Taiwan und Japan, das Auslieferungsland ihres Sputtertargets. Da richten wir uns so weit wie möglich nach den Erfordernissen des Kunden und der jeweiligen lokalen Steuergesetzgebung“, so Lausecker.

Alles unter einem Dach
Plansee fertigt die einsatzfertigen Sputtertargets unter Einsatz neuester und hocheffizienter Fertigungstechnologien, die Kapazität für die mechanische Bearbeitung wurde erst kürzlich auf Basis signifikanter Investitionen erweitert. Damit ist die Basis für nachhaltiges Wachstum und effiziente Zufriedenstellung der Kundenbedürfnisse gegeben. „Vom Pulver bis zum einsatzfertigen Produkt ist alles unter dem Dach von Plansee. Das unterscheidet uns maßgeblich und macht uns zu einem absolut zuverlässigen Partner für unsere Kunden“, so Lausecker.

Plansee fertigt sowohl rohrförmige als auch flache Sputtertargets für die Displayindustrie.