Eldorado für Ersatzteile

Als Produktmanager für die Halbleiterindustrie ist Keith Allen dort, wo sich die Branche tummelt – in Singapur, weitab von seiner Heimat in Kalifornien.

„Es waren fantastische Erfahrungen – ich habe viel mehr rausbekommen, als ich investiert habe.“ Keith Allen zieht Bilanz. Vier Jahre ist er nun bei Plansee. Angefangen hat er im kalifornischen Werk Vista als Produktmanager. Doch bald war klar: Die Musik der Halbleiterindustrie spielt zunehmend in Asien.

Überzeugungsarbeit leisten
Für das Ersatzteilgeschäft von Implanterteilen hat Plansee ein weltumspannendes Vertriebs- und Produktionsnetz geknüpft und bietet Hunderte von unterschiedlichen Komponenten an. Das Werk in Vista/Kalifornien ist auf Ersatzteile aus Grafit spezialisiert. Das Werk in Esashi/Japan auf Ersatzteile aus den hochschmelzenden Metallen Molybdän und Wolfram. Und gerade investiert Plansee in ein Werk in Mysore/Indien für die finale Bearbeitung von Ersatzteilen aus hochschmelzenden Metallen.
Doch Plansee weiß: Das Ersatzteilgeschäft für die Halbleiterindustrie ist auf extrem flexible und schnelle Lieferanten angewiesen. Das Vertriebs- und Produktionsnetz muss laufend optimal auf die Kundenanforderungen eingestellt werden. Dafür ist seit letztem Jahr Keith Allen zuständig. Mit Begeisterung hat er seinen ersten Auslandseinsatz für Plansee absolviert: in Esashi, Japan. Seine Hauptaufgabe: In einem Ersatzteilmarkt, in dem scheinbar nur noch der Preis zählt, die Vorteile der Plansee-Angebote aufzeigen, Gesamtkostenrechnungen durchführen und Überzeugungsarbeit für verbesserte Ersatzteillösungen leisten. Denn Plansee liefert nicht einfach Ersatzteile. „Ausgehend von den Original-Ersatzteilen der Anlagenhersteller optimieren wir Geometrien und Materialzusammensetzungen. Der Kunde profitiert von einem einfacheren Ein- und Ausbau der Komponenten, einer längeren Lebensdauer, geringeren Reinigungskosten, einem geringeren Wartungsaufwand sowie weniger Ausfallzeiten.“

Barrieren überwinden
Von einem wahren Kulturschock spricht Keith Allen, angesprochen auf seinen Wechsel von Kalifornien nach Japan. „Der Aufenthalt hat mir die Augen dafür geöffnet, wie groß die Kommunikationsbarrieren zwischen den Kulturen sind – und wie leicht sie zu überwinden sind, wenn man sich das bewusst macht und das richtige Verhalten kennt“, so Keith Allen. „Gemeinsam haben wir an Prozessen gearbeitet, an unseren F&E-Kompetenzen, an Qualitätsthemen und daran, wie wir unsere Vertriebsteams schlagkräftiger machen“, so Keith Allen. Über all diesen Aktivitäten ist das erste Auslandsjahr für Keith Allen in Fernost wie im Flug vergangen. Es wird nicht sein letztes sein. Seit Juni diesen Jahres lebt er in Singapur. Singapur gilt als die heimliche Hauptstadt der Halbleiterindustrie. Hier sind alle großen westlichen Spieler vertreten. Und von hier aus öffnet sich das Tor zu den asiatischen Herstellern. Für Keith Allen genau der richtige Ort: „Für mich als Produktmanager ist das ein Eldorado.“ Bestens vernetzt im eigenen Unternehmen ist er bereits – über alle Zeit- und Kulturgrenzen hinweg. „Nun gilt es, sich noch intensiver mit den Kunden zu vernetzen, Trends und Herausforderungen schon von Anfang an zu begleiten und bei den Kunden Überzeugungsarbeit für unsere nachhaltig verbesserten Ersatzteillösungen zu leisten.“