Werkzeugkauf nach Feierabend

Wenn andere schon die Beine hochlegen, bestellen noch viele Ceratizit-Kunden ihr Werkzeug für den nächsten Tag. Bis 19 Uhr bestellt, ist es am nächsten Tag garantiert da – in ganz Europa.

Das Logistikzentrum von Ceratizit in Kempten ist einer der ganz großen Umschlagplätze für Hartmetallprodukte in Europa. Hier werden Tag für Tag viele Tonnen Werkzeuge und Rohlinge aus Hartmetall sowie Tausende von Wendeschneidplatten eingelagert. Und täglich verlassen mehrere Tausend Pakete das Lager. Ihr Ziel: Kunden aus der Automobilindustrie, dem Maschinenbau oder Distributionspartner aus Europa und der ganzen Welt. 99 Prozent der Pakete, die das Logistikzentrum bis 20 Uhr verlassen, erreichen ihr Ziel in Europa am nächsten Tag. In die Metropolregionen außerhalb Europas wird in der Regel innerhalb von zwei Tagen geliefert. Und selten muss der Kunde mehr als drei Tage warten – ob in Mexiko oder Australien.
Entscheidend für Ceratizit ist: der Auftragseingang. Nehmen wir an, ein Präzisionswerkzeughersteller aus Deutschland bestellt einen Fräser. Elektronisch wird die Bestellung an die vollautomatische Kommissionieranlage übermittelt. Die Anlage weiß: Der von „Mayer Präzisionstechnik“ bestellte Fräser liegt im Behälter mit der laufenden Nummer 12.345, einer von vielen Tausend Behältern. Und die Anlage weiß auch, an welchem Platz dieser Behälter in den 50 Meter langen und zehn Meter hohen Regalen gerade steht. Ein Shuttle holt den Behälter aus dem Regal und stellt ihn auf ein Rollband, über das der Behälter dann zum Kommissionierplatz befördert wird. Dort leuchtet eine LED-Lampe in den Karton, in dem der benötigte Fräser liegt. Der Mitarbeiter entnimmt den Fräser und gibt den Behälter frei, der rasch wieder in die Kommissionieranlage fährt. Der Kommissioniermitarbeiter verpackt den Fräser sorgfältig, legt den Lieferschein ein, klebt das Adressetikett auf – und schon ist die Bestellung versandfertig. Seit der Bestellung sind keine drei Minuten vergangen. Trifft die Bestellung bis kurz vor 19 Uhr mitteleuropäischer Zeit ein, so verlässt das Paket garantiert noch am gleichen Tag das Lager.
Dieser Vorgang wiederholt sich im Logistiklager in Kempten ein ums andere Mal. Egal, ob die Bestellung vom polnischen Außendienstmitarbeiter kommt, der zehn Wendeschneidplatten für einen Test bei seinen Kunden geordert hat. Oder von einem Werkzeugbauer in der Türkei, der für einen wichtigen Kundenauftrag Hartmetallrohlinge benötigt.
Ceratizit lagert in seinem Logistikzentrum weit über 60.000 Artikel. Von wenigen Gramm schweren Wendeschneidplatten für die Drehbearbeitung über Fräser und Bohrer aus Vollhartmetall bis hin zu sechs Kilogramm schweren, extralangen Stäberohlingen. Dabei gilt: Es gibt keine Mindestbestellmengen und falls erforderlich kümmert sich Ceratizit um die allfällige Zollabfertigung.

Konfigurator für Vollhartmetallwerkzeuge

Mit wenigen Mausklicks konfiguriert ein Kunde aus der Automobilzulieferindustrie in Frankreich im Ceratizit-Webshop (www.e-techstore.com) sein maßgeschneidertes Vollhartmetall-Werkzeug, oft genug außerhalb der üblichen Bürozeiten. In dem Kleinunternehmen ist der Kunde gleichzeitig Firmenchef, Produktionsleiter und Einkäufer. Tagsüber ist er in der Fertigung und für seine Mitarbeiter da. Sobald diese Feierabend gemacht haben, bestellt er das Werkzeug für die nächsten Tage. Dazu gibt er die benötigten Abmessungen ein – ausgehend von den Ceratizit-Standardprodukten an Fräsern oder Bohrern aus Vollhartmetall. Auf Knopfdruck werden seine Angaben auf Realisierbarkeit geprüft. Er kann sofort bestellen oder ein Angebot anfordern. Innerhalb von wenigen Minuten erhält er eine Auftragsbestätigung per E-Mail oder ein Preisangebot inklusive Lieferzeit sowie eine Angebotszeichnung und CAD-Daten. Der Konfigurator ist auch über Tablets und Smartphones bedienbar. Er steht allen Kunden in Europa zur Verfügung. Zugangsdaten erhalten Kunden bei ihrem lokalen Ceratizit-Außendienst.

Nachschleifservice und Recycling

Hat der Kunde aus Frankreich das maßgeschneiderte Vollhartmetall-Werkzeug per Post erhalten, ist der Ceratizit-Service damit noch lange nicht zu Ende. So gut das Werkzeug auch sein mag, früher oder später erreicht auch dieser Fräser seine Verschleißgrenze. Dann sind Nachschleifen und bei Bedarf Neubeschichten angesagt (Restore Service). Dafür stellt Ceratizit seinen Kunden eigene Behälter bereit, die nach Anforderung abgeholt und spätestens nach 15 Arbeitstagen wieder mit den nachgearbeiteten Werkzeugen angeliefert werden. Ceratizit arbeitet die Vollhartmetall-Werkzeuge so auf, dass nahezu 100 Prozent der Standzeit und Zerspanungsleistung eines Neuwerkzeugs erreicht werden. Der Kunde profitiert von hoher Prozesssicherheit, deutlich reduzierten Produktions- und Werkzeugkosten und muss weniger Werkzeug bevorraten aufgrund des schnellen Service. Einzige Voraussetzung: Durchmesser und Werkzeuglänge passen noch und die Verschleißgrenze ist noch nicht überschritten. Aber auch an diesen Fall hat Ceratizit gedacht und nimmt ein ausgedientes Hartmetall-Werkzeug zum Schrottpreis zurück. So schließt sich der Kreis: Das Hartmetall wird fachmännisch aufbereitet und verwendet, um neues Werkzeug herzustellen. Dieses wird dann wieder im Logistikzentrum von Ceratizit eingelagert, bis ein Kunde kurz vor 19 Uhr eine eilige Bestellung hat …